Kyoto Gohan

アラビカ京都 嵐山
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アラビカ京都 嵐山

Café

渡月橋を望む絶景ロケーションのコーヒースタンド

Ein weltberühmter Kaffeestand mit Blick auf die Togetsukyō-Brücke

% ARABICA ist eine in Kyoto gegründete globale Kaffeemarke, die Kaffeeliebhaber aus aller Welt an ihren spektakulären Standort am Fuß der Togetsukyō-Brücke zieht. Mit Stand 2025 betreibt die Marke 239 Filialen in mehr als 25 Ländern. Was die wenigsten wissen: Nur die drei Kyotoer Standorte – Higashiyama, Arashiyama und Fujii Daimaru – werden als echte Eigenbetriebe geführt; alle anderen Filialen weltweit sind Franchisebetriebe.

Info

Viertel
嵐山・嵯峨野
Nächste Station
嵐山
Preisklasse
¥300〜¥600
Öffnungszeiten
9:00〜18:00
Ruhetag
Unregelmäßig
Sitzplätze
4
Adresse
Sagatenryūji Susukinobabachō, Ukyo Ward, Kyoto, 616-8385, Japan
Google 評価 (5,397件)
4.2
Instagram
45.0万(@arababorz

Anfahrt

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Die Geschichte des Gründers Katsunori Shoji

Gründer Katsunori Shoji (Kenneth Shoji) leitete in der Präfektur Fukushima einen seit 50 Jahren bestehenden Familienbetrieb im Druckgewerbe. Am 11. März 2011 wurde sein Zuhause durch das Große Ostjapanische Erdbeben zerstört. Dieses einschneidende Erlebnis wurde zum Wendepunkt seines Lebens – er fasste den Entschluss, nach Hongkong auszuwandern.

Während seines Studiums hatte er als Austauschstudent an der UCLA die Kaffeebar am Venice Beach besucht und war von der amerikanischen Kaffeekultur tief beeindruckt. Nach dem Erdbeben fragte er sich, was im Leben wirklich zählt – und fand seine Antwort: jeden Tag den bestmöglichen Kaffee trinken.

Um als Unbekannter in der Branche Fuß zu fassen, kaufte er eine Kaffeeplantage in Kona, Hawaii. Das war eine bewusste Branding-Strategie – sein Einstieg in die Welt des Kaffees als Visitenkarte. 2013 eröffnete er die erste Filiale in Hongkong, und im Alter von 40 Jahren schwor er sich, eine Weltmarke wie Toyota oder Sony aufzubauen.

Die Entstehung des „%"-Logos

Die Inspiration für das Logo kam vom britischen Designmagazin „Wallpaper*" mit seinem „*"-Asterisk-Zeichen. Shoji erkannte, dass ein einzelnes Symbol eine ganze Marke repräsentieren kann. Auf der Suche nach dem richtigen Zeichen starrte er lange auf seine Computertastatur – und sein Blick blieb am „%" hängen. Die beiden Kreise stehen für die Kaffeekirsche, der schräge Strich für den Ast. Das Design zielt auf eine zeitlose Universalität – vergleichbar mit dem Swoosh von Nike.

Warum ausgerechnet Kyoto und Arashiyama?

Shoji betont immer wieder: „Kyoto ist der beste Ort, um eine japanische Marke aufzubauen." Die Entscheidung für Kyoto statt Tokio war strategisch – er wollte die Ästhetik Kyotos tief in die DNA seiner Marke einschreiben.

Das Gebäude für den Arashiyama-Standort ist ein über 40 Jahre altes einstöckiges Holzhaus mit Panoramablick auf die Togetsukyō-Brücke. Der Eigentümer zögerte zunächst, das Objekt zu vermieten – doch Shoji lud den Vermieter persönlich in seinen Higashiyama-Stammbetrieb ein, zeigte ihm die Qualität des Stores und überzeugte ihn so.

Das Geheimnis des Architekturdesigns

Das Interieur wurde von Masaki Katō von Puddle entworfen – auf gerade einmal 30 m² Grundfläche. Das Konzept basiert auf dem traditionellen japanischen Gestaltungsprinzip „Shakkei" (借景) – der „Entlehnten Landschaft". Eine großformatige Glasfassade holt das Panorama von Arashiyama, der Togetsukyō-Brücke und dem Ōigawa-Fluss ins Innere. Das schwebende Vordach rahmt die Aussicht wie ein Cinemascope-Bild. Die Nordwand ist vollständig mit Kaffeebohnen belegt – das dient gleichzeitig der Temperaturregulierung und der statischen Verstärkung des Gebäudes.

Der Anspruch an den Kaffee

Verwendet wird die hochwertige Espressomaschine „Slayer" aus Seattle. Ihr „Pre-Infusion"-System ermöglicht eine stufenweise Kontrolle des Extraktionsdrucks, was dem Barista eine besonders feinfühlige Geschmackssteuerung erlaubt. % ARABICA ist zugleich offizieller Slayer-Importeur für Japan und Hongkong – das Unternehmen vereint damit Café-Betrieb und Espressomaschinen-Handel unter einem Dach.

Junichi Yamaguchi hat entscheidend dazu beigetragen, Latte Art weltweit zu verbreiten. Als Weltmeister der Coffee Fest Latte Art World Championship 2014 wurde er nach einem Jahr intensivem Recruiting von Shoji verpflichtet. Nach Einsätzen in mehr als 25 Ländern und der Mitgestaltung von über 30 Filial-Eröffnungen gründete er 2019 sein eigenes Café „here Kyoto" in Kyoto.

Empfehlungen für den Besuch

Caffè Latte (ab 450 ¥) ist mit Abstand das beliebteste Getränk – mit wunderschöner Latte Art und einer ausgewogenen Balance aus milder Bitterkeit und fruchtig-lebendiger Säure. Wer keinen Kaffee mag, dem empfiehlt sich die hausgemachte Limonade mit Zitronensirup (400 ¥).

Das Café hat nur 4 Sitzplätze im Innenraum (Nutzungsgebühr: 1.000 ¥ pro 30 Minuten). Der Standard ist Takeaway – am schönsten genießt man seinen Kaffee auf einer Bank an der Togetsukyō-Brücke oder entlang des Katsura-Flusses. Das Foto mit dem %-Becher vor der Togetsukyō-Brücke ist längst ein Social-Media-Klassiker und funktioniert gleichzeitig als lebendige Markenwerbung.

Tipps, um Warteschlangen zu vermeiden

An Wochenenden sind Wartezeiten von 30 bis 60 Minuten normal. Während der Kirschblüte und der Herbstlaubsaison ist es noch voller. Direkt nach der Öffnung um 9:00 Uhr ist es am ruhigsten – Wochentage am Vormittag sind die beste Zeit. Überraschend: An Regentagen bleibt die Touristenzahl deutlich geringer, sodass man entspannter einkaufen kann – ein echter Geheimtipp.

Ausflugstipps rund um Arashiyama

Empfohlene Spaziertour

Takeaway bei % ARABICA holen → über die Togetsukyō-Brücke schlendern (Foto mit %-Becher) → Sōgenchi-Garten im Tenryū-ji → den Bambushain nach Norden durchqueren (ca. 10 Minuten) → im Ōkōchi-Sansō bei Matcha das Panorama über Kyoto genießen.

Die besten Jahreszeiten

Kirschblüte (Ende März bis Anfang April) – rund 1.500 Kirschbäume hüllen Arashiyama in ein rosa Meer. Das Foto „Togetsukyō-Brücke × Kirschblüte × %-Becher" ist kaum zu übertreffen. Herbstlaub (Mitte November bis Anfang Dezember) – die Hänge Arashiyamas leuchten in Rot, Orange und Gelb. Schnee (Januar bis Februar) – die verschneite Togetsukyō-Brücke ist ein seltener und atemberaubender Anblick, der nur wenige Male im Jahr zu erleben ist.

Empfehlungen vor der Öffnung oder beim Warten in der Schlange

Der Bambushain vor 8:00 Uhr morgens ist nahezu menschenleer – eine mystische Stille, die man ganz für sich allein hat. Auch der Frühbesuch im Tenryū-ji (ab 7:30 Uhr) lohnt sich: Der Welterbe-Garten ist zu dieser Zeit ohne Menschenmassen zu erleben.

Versteckte Geheimtipps in der Nähe

Yūsaitei – ein versteckter Kunstort, bekannt für das „Yukamomiji"-Phänomen, bei dem sich der Herbstlaub im polierten Holzboden spiegelt. Daihi-kaku Senkō-ji – ein wenig bekannter Aussichtspunkt auf 100 m Höhe mit Panoramablick über Kyoto. TEA ROOM KIKI – ein charmantes Café für Tee und Scones in einem umgebauten Postamt im Retrostil. Fukuda Art Museum – vom Café-Fenster aus bietet sich ein 180-Grad-Panorama über den Ōigawa, die Togetsukyō-Brücke und die Berge Arashiyamas.

Arashiyama im Regen

Arashiyama an einem Regentag zu besuchen ist ein Erlebnis, das Kenner besonders schätzen. Das Moos in Giō-ji und Jōjakkō-ji leuchtet im Regen in lebendigem Grün; der Bambushain nimmt eine geradezu unwirkliche Atmosphäre an. Und die vom Regen glänzenden gefallenen Herbstblätter – „Shikimomiji" – entfalten ihre schönsten Farben erst auf nassem Boden.

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