


Ein französisches Antiquitätenversteck: Tartes in Kyoto erleben
In einer verschlungenen Gasse im Kamigyo-ku, Kyoto, gibt es einen Ort, der Sie direkt in eine Pariser Patisserie entführt. Im März 2023 eröffnet, ist das „cafe cirque“ ein spezielles Tarte-Ladenlokal im ersten Stockwerk des Katsuragi-Gebäudes, nur wenige Gehminuten von Horikawa Imadegawa entfernt. Im Inneren erwartet Sie eine Sammlung von 50 bis 100 Jahre alten französischen und europäischen Antiquitäten, die von einer fernen Welt träumen lassen.
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In Google Maps öffnenHandgefertigte Perfektion – das unverrückbare Bekenntnis zu Tartes
Das Besondere an cafe cirque: Jede Tarte wird von Grund auf frisch per Hand gefertigt. Anders als viele gewöhnliche Tartenbäcker, die denselben Teig verwenden, passt cafe cirque seine Rezepte für Tarteboden und Mandelcreme an die jeweilige Fruchtsorte und deren Aroma an. So wird beispielsweise für die Erdbeertarte ein buttriger Teig gewählt, der ihr zartes Aroma unterstreicht, während die Schoko-Bananen-Tarte auf einem köstlichen, kakaohaltigen Boden ruht. Der süße Duft von frischer Butter aus der offenen Küche verleitet die Gäste zum Verweilen.
Neun verführerische Türmchen in der Vitrine
In der Vitrine wechseln sich saisonal neun verschiedene Tartes ab. Zu den derzeitigen Publikumslieblingen zählen die Erdbeertarte (900 Yen), die Matcha-Tiramisu-Tarte (800 Yen) und die Schoko-Bananen-Tarte (560 Yen). Die Preisspanne reicht von 560 bis 900 Yen und in Kombination mit Tee oder einem Getränk kostet der Genuss zwischen 1.000 und 1.500 Yen. Da die Tartes schnell ausverkauft sind, ist eine Online-Reservierung bis Mitternacht am Vortag möglich.
Eine persönliche Note: Antike Teller selbst auswählen
Für Gäste, die im Café verweilen wollen, gibt es eine besondere Erfahrung: Bei der Ankunft können Sie aus einer Auswahl antiker Teller Ihren Favoriten wählen, um darauf die Tarte zu servieren. Mit einer Auswahl von Vintage-Limoges bis hin zu handbemaltem Porzellan, wird das „Teller auswählen“ zu einem unvergesslichen Teil des Erlebnisses im cafe cirque.
Tipps zum Genuss
Beliebte Menüs und Preise:
- Erdbeertarte: 900 Yen (ein Klassiker)
- Matcha-Tiramisu-Tarte: 800 Yen (typisch für Kyoto)
- Schoko-Bananen-Tarte: 560 Yen (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis)
- Saisonale Tartes: wechseln häufig, Instagram-Check vorab empfohlen
Eat-In: Es gibt etwa sieben Tische für 2-3 Personen, eingerichtet mit antiken Möbeln. Aufgrund der kleinen Räume kann es schnell voll werden.
Abendbetrieb (Yoru Cirque): Geöffnet von 18:00 bis 22:00 Uhr mit Pasta, Quiche, und Tarteplatten (sonntags geschlossen).
Tipps gegen den Andrang
Die beste Zeit für einen Besuch ist gleich nach Öffnung um 11:30 bis 12:00 Uhr oder an Wochentagen zwischen 14:00 und 16:00 Uhr. Am Wochenende gibt es oft vor Öffnung Warteschlangen. Eine Vorbestellung für die beliebten Erdbeertartes zur Mitnahme wird empfohlen.
Erkundungsguide für Imadegawa & Nishijin
Empfohlene Spaziergangsroute
Vom cafe cirque ausgehend, können Sie Richtung Süden entlang der Horikawa-Straße in etwa 20 Minuten das Nijō-Schloss erreichen, oder Richtung Norden den Kinkaku-ji mit dem Bus in 15 Minuten ansteuern. In der nahen Umgebung laden die schmalen Gassen voller traditioneller Machiya-Häuser dazu ein, bei einem lokalen Tofuladen oder einem Wagashiya hereinzuschauen und gemächlich zu bummeln, ganz im Sinne von Kyoto.
Beste Zeit fürs Jahr
- Frühling (März bis April): Höhepunkt der Erdbeertartes, perfekt zu kombinieren mit dem Hanami im nahegelegenen Kaiserpalast.
- Sommer (Juli bis August): Große Auswahl an Fruchttartes, ein Geheimtipp an heiteren Regentagen.
- Herbst (Oktober bis November): Tartes mit Apfel und Kastanie, ideal für eine Pause während eines Laubfärbungs-Spaziergangs.
- Winter (Dezember bis Februar): Rund um den Valentinstag gibt es reichlich Schokotartes.
Versteckte Juwelen in der Nachbarschaft
- Shougetsu (嘯月): Eine reservierungspflichtige Wagashi-Koryphäe entlang der Imadegawa-Straße. Ihre namagashi sind exquisit.
- Funaoka Onsen: Ein historisches Badehaus in Nishijin, eine kulturelle Schatzkammer aus der Taishō-Ära.
- Seimei-Schrein: Ein Schrein zu Ehren von Abe no Seimei, direkt an der Horikawa-Straße und leicht zu Fuß erreichbar.
- Shokoku-ji: Ein Zen-Tempel aus der Muromachi-Zeit, direkt bei der Dōshisha-Universität gelegen - ein ruhiger Rückzugsort für eine entspannte Auszeit.